FDP Ortsverband Lechfeld

Für die Freiheit

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde,

schön, dass Sie uns hier besuchen. Ich möchte Sie herzlich willkommen heißen.

Als Liberaler werde ich öfter gefragt, warum ich Mitglied der FDP sei und für was Liberalismus überhaupt stehe. Ich antworte dann immer nur kurz und sage: „Das Recht in Ruhe gelassen zu werden.“ Sein Leben so führen zu dürfen wie man es selbst für richtig hält. Entscheidungen frei treffen zu können und dafür Verantwortung zu übernehmen. Und wende mich hier gegen die vorherrschende Staatsgläubigkeit, dass andere Menschen es schon besser wüssten, was für uns gut oder schlecht sei. Und gegen den Trend der aufgezwungenen Gleichmacherei. Wir Menschen sind alle unterschiedlich. Unterschiedlich gesund, unterschiedlich groß oder klein, mit eher handwerklichen oder geistigen Fähigkeiten, unterschiedlicher Herkunft oder Hautfarbe. Was wir brauchen sind faire Chancenmöglichkeiten, dass jedem die gleichen Startmöglichkeiten gegeben werden, um seine eigenen Ziele und persönlichen Lebensplanungen umsetzen zu können.

Zwei Generationen haben wir Deutsche für unsere Freiheit hart kämpfen müssen, um uns vom Joch der Unterdrückung und Bevormundung befreien zu können. Und diese Freiheit muss weiterhin jeden Tag aufs Neue verteidigt werden. Immer und überall, da die Bestrebungen unser Leben einzuschränken täglich aus verschiedenen Richtungen unternommen werden. Freiheit versus Zwang, der uns mit „Expertenwissen“ getarnt  das eigene Denken abnehmen möchte. Zwang drückt sich aus durch überbordende Gesetzeswerke, Regelwerke,  Vorschriften und, ja dies auch, durch hohe Steuersätze. Der Staat hat kein Geld, außer er nimmt es von uns Steuerzahlern. Er erwirtschaftet nichts, er verteilt um.

„Der freie Mensch gehört sich selbst.“ (Chesterton)

Wenn man mich fragt, wie sozial der Liberalismus sei, dann antworte ich stets mit sehr sozial. Nichts ist sozialer, als wenn man sein eigenes Leben frei führen kann, natürlich innerhalb des Regelwerks unserer Gesetze, und einen Arbeitsplatz hat. Was besser ist als vom Staat abhängig zu sein und mit Almosen bedacht zu werden. Zuviel Wohlfahrtsstaat für zu Knechtschaft.

Und betrachten wir unseren (immer als kapitalistisch beschimpften) Staat, dann finden wir ein staatliches Bildungswesen, ein staatliches (fast schon sozialistisches) Rentensystem, ein staatliches Gesundheitssystem, eine Staatsquote von über 50% (mehr als jeder zweite erwirtschaftete EURO wird durch den Staat verteilt), einen regulierten Wohnungsmarkt, eine massiv regulierten und subventionierten Agrarsektor, ein kompliziertes Geflecht Staat/Markt in der Energiewirtschaft, über 100 000 Betriebe in kommunaler (also staatlicher) Hand, ein staatliches Geldmonopol, ja sogar mit Staatsfernsehen inklusive Zwangsabgabe. 40% der Bevölkerung leben ausschließlich oder teilweise von Staatsleistungen, der höchste Steuersatz liegt bei über 50% ihres Einkommens (ohne Berücksichtigung der weitere Abgaben, Gebühren, der Mehrwertsteuer oder sonstigen Steuern wie Mineralölsteuern).

„Jede Ausgabe des Staates beruht auf einem Verzicht des Volkes.“ (Ludwig Erhard)

In diesem Sinne.

Freiheitliche Grüße,

Andreas D. Halscheidt

Ortsvorsitzender